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"minidecki" für Flüchtlingskinder

Mini Decki Deutschland ist ein Projekt, das sich zum Ziel gesetzt hat, jedem Flüchtlingskind, das nach Deutschland kommt, eine kuschelige warme Decke zu schenken. Decken bieten Wärme, Geborgenheit und Schutz. Genau dies brauchen die Flüchtlingskinder auf dem langen und ungewissen Weg, den sie hinter sich und auch noch vor sich haben. Viele der Kinder haben seit Monaten oder Jahren keine eigenen Decke besessen. Diese Decken müssen sie - anders als viele Spielsachen - mit niemanden teilen. Die Meckenheimer Bürgerin Sabine Bauer hat sich gemeinsam mit der evangelischen Pfarrerin Irmgard Dahl und dem Stoffgeschäft Pepitas diesem Projekt angeschlossen.

Unser Ziel waren 100 Decken, das entsprach Anfang September 2015 ungefähr der Zahl der Kinder unter 12 Jahren in Meckenheim und in Rheinbach.

Viele Fragen waren zu klären:

- Wie viel Stoff braucht man für 100 Decken?

- Wie viel Zeit braucht man für 100 Decken?

- Wie viel Garn braucht man für 100 Decken?

- Welche Kosten entstehen für 100 Decken?

Etwa 6 Wochen lang wurde vorbereitet: Ausprobiert, geplant, gerechnet, organisiert und - ganz wichtig - Spenden gesammelt.

Und dann: Der 24. Oktober 2015 - was für ein Tag!

Über 50 Helferinnen und Helfer haben sich in der evangelischen Friedenskirche in Meckenheim getroffen und gearbeitet wie die Weltmeister. Da wurde in Gruppen gebügelt, zugeschnitten, gesteckt und appliziert. Sogar für den Küchendienst hatten wir fleißige Hände, die aus den mitgebrachten Salaten, Kuchen und Brötchen ein tolles Buffet gezaubert haben und eine richtige kleine Cafeteria für die Helferinnen und Helfer eingerichtet haben.

Alle Altersstufen waren vertreten. Die jüngste Helferin war 10 Jahre alt, die Älteste (wir haben nicht gefragt, nur geschätzt) hatte die 70 längst gepackt.

Mir fehlen die Worte, um die energiegeladene und konstruktive Atmosphäre, die gute Laune und die schwungvolle Stimmung zu beschreiben. Besser ist das Knut Dahl mit seiner Media-Show gelungen. Bitte unbedingt hier klicken:

Etwa 65 Decken sind direkt an dem Tag fertig geworden. 15 Decken hatten einige Frauen schon im Vorfeld angefertigt. Weitere 12 Decken waren "fast" fertig und wurden mit nach Hause genommen und dort vollendet. Und 8 Decken waren "nur" zugeschnitten. Auch hier haben sich Helferinnen gefunden, die diese Decken in Heimarbeit fertig genäht haben.

Jetzt sind fast 200 Meter Stoff, 100 flauschige Inletts und 5000 Meter Garn verarbeitet und in unserem Lager liegen tatsächlich 100 fertige Decken - eine schöner als die andere. Und weil das Spendenaufkommen etwas über den benötigten € 1.500,00 lag, haben wir noch wasserdichte Taschen mit Reißverschluss gekauft, die es zu den Decken dazu gibt. Denn häufig ist es so, dass Flüchtlinge noch ein paar mal umziehen müssen, aber keine Koffer besitzen.

Seit Anfang Oktober werden die Decken an die Kinder verteilt. Und was wir da erleben, verursacht manchmal Gänsehaut.Wir haben uns bewusst nicht für einen großen Übergabetermin entschieden, sondern wollen das Geschenk lieber im kleinen Kreis übergeben. 

So waren wir Mitte November in der Gemeinschaftsgrundschule Merl im Deutschkurs für Flüchtlingskinder. Sabine Bauer hat den Kindern liebevoll erklärt, was man mit einer Decke alles machen kann: Kuscheln, sich wärmen, schlafen - aber auch sich verstecken und Höhlen bauen. Für uns war klar: Die Kinder würden sich freuen, aber in erster Linie würden es wohl die Eltern sein, die das praktische Geschenk zu schätzen wissen. Weit gefehlt! Was wir nie gedacht hätten: Die Kinder bekamen richtig glasige Augen, als Ihnen bewusst wurde, dass sie sich tatsächlich eine eigene Decke aussuchen durften und diese auch auf Dauer behalten durften. Die Decken wurden noch in wasser- und schmutzdichte Taschen verpackt, dann wollten Sabine und ich eigentlich gehen. Aber da hatten wir die Rechnung ohne die Kinder gemacht: Viele Male wurden wir noch geherzt und gedrückt und auch das ein oder andere Mal bekammen wir noch einen dicken Kuss als Danke-Schön. Später hörten wir noch von deutschen Mitschülern, dass einige Flüchtlingskinder sie vorsichtig in ihre Taschen gucken ließen und ihnen ihren großen Schatz, die neue Decke zeigten.

Ähnliches haben wir aus einer anderen Grundschule gehört. Dort sind nur 3 Flüchtlingskinder und ein Junge bekam - weil es sich gerade so ergab - im Anschluss an den Sankt-Martinszug seine Decke von einer Lehrerin (die übrigens auch selber mit genäht hatte) überreicht. Seit dem wird diese Lehrerin von dem kleinen Jungen jeden Tag auf dem Schulhof persönlich begrüsst.

Und dann habe ich noch einen Nachtrag vom 18.12.2015:

 

Die letzten 18 von den 100 genähten Decken waren für eine Rheinbacher Grundschule bestimmt, die mehrere Flüchtlingskinder-Klassen eingerichtet hat. Die Kinder sollen mit den geschenkten Decken in die Weihnachtsferien entlassen werden. Da die Zuweisungen an Flüchtlingen aber so rasant zugenommen haben, sind aktuell 24 statt der geplanten 18 Kinder in den Flüchtlingsklassen. 

Wir brauchten also 6 Tage vor Weihnachten eine kleine Nachfinanzierung und Stoffe für die fehlenden 6 Decken und noch ein paar Näherinnen.

 

Das es tolle Menschen waren, die sich an diesem Projekt beteiligt haben, wussten wir schon vorher. Aber dass sich tatsächlich so kurz vor Weihnachten noch ein paar Leute finden, die noch Decken nähen, das haben wir kaum zu hoffen gewagt. Aber es hat geklappt, heute und morgen werden die Stoffe verteilt und am Montag die Decken eingesammelt. Dienstag morgen ist dann Übergabe in der Schule.

An dieser Stelle noch einmal vielen, vielen Dank an die zahlreichen Sponsoren und Helfer, ohne die dieses Projekt nicht möglich gewesen wäre:

    Meckenheimer Verbund

    evangelische Kirchengemeinde

    1bis3.de - Sabine Bauer          

    Pepitas - Nadja Ginster

    LionsClub Bonn-Rhenobacum

    LionsClub Meckenheim-Wachtberg

    Petra und Ole Nysetvold

    Willi Hagen

    Martina Hügle

    Maria Flinkerbusch

    Susi von Häfen

    Alexandra Mauritz

    Heike Schumacher-Lange

    Gabriela Kirchner

    Familie Hüttelmaier

    Plenz-Keding, Lissy

    Gertrud Feller

    Ingrid Lochbaum

    Dr. Brigitte Kuchta

    Christine von Gadow

    Désirée Hecht

    Roswita Schömer

    Karlotta von Geyso

    Ursula Ritter

    Gisa Hilgendorff

    Ursula Wipperfürth

    Familie Heinz Gieraths

    Julia Gieraths

    Zum Fäßchen / Andrea und Otto Stangl

    Annegret Heinzen

    Gertrud Jansen

    Ute von Wiarda

    Christine Weizbauer

    Dr. med. Gudrun Mieth

    Katja Schick

    Helga Kage

    Klara Nußbaum

    Marlis Gerlach

    Andrea Soboll

    Charlene Köster

    Frau Langensiepen

    Herr Bartholomeyczik

    Familie Zedler

    Gabi Bauer

    Irmgard Beigi

    Gudrun Müller

    Theresa Müller

    Margret Müller

    Sandra Sixtus

    Ute Lücker

    Günter van der Vekens          

 


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